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Halloween - Samonios - Samhain - Samain

Halloween

Allerseelen - Im Angesicht der todlosen Seelen.

Was ist Halloween? Ursprung, Herkunft, Bedeutung: Früher, bei den Kelten, Samonios. Angeblich war 40 Tage nach der Tagundnachtgleiche am 21. September die Nacht auf den 1. November ein wichtiger Anlass mit dem Gedenken der Seelen [wurde übertragen auf Weihnachten]. Alle Herdfeuer wurden vorgängig gelöscht und in dieser Nacht neu entzündet. Von daher die Bräuche vom Feuertragen mit ausgehöhlten Räben, Rüben und Kürbis [Räbe-Liechtli].

Zur Hauptachse der Tagundnachtgleichen (21. September Herbst und 21. März Frühling) gehört der Gegenpol Beltane am 1. Mai. [weiterlesen ... das Keltenkreuz, der keltische Ring als Signatur]. Die Verschiebung um jeweils 40 Tage kann mit der Vorbereitung der Feste erklärt werden. Eher nicht keltisch sind die Vorstellungen von Jahreswechsel und Neujahr und generell von einem Jahreskreis. Die Auferstehung der Natur findet mit Beltane (heute Ostern) statt. Die Seelen aber seien unvergänglich [keltisch]

Unabhängig davon, was "Seele" ist oder sein könnte oder sein möge; die Seelen seien unvergänglich. Alle. Ohne Ausnahme. Man ist sich einig im Diffusen. Die Ahnung um die Unsterblichkeit der Seelen rankt sich durch die ganze europäische Gedankengeschichte. Da man davon ausgehen darf, dass die Vorstellung einer Seelenwanderung niemals zum Bestandteil christlich katholischer Missionspredigt in Mittel- und Nordeuropa gehörte, kann sie allein aus eigengesetzlichem Wissen erwachsen sein, zumal diese Auffassung durch Belege abgesichert wird.

Mit den grossen Auswanderungswellen im 19. Jahrhundert wegen Hungersnot kam das spätkeltische Brauchtum von Irland nach Amerika und kehrt jetzt, 150 Jahre später, von dort als Halloween-Party nach Europa zurück und muss nun in die noch vorhandenen Reste eingebettet werden. Ansonsten werden Belästigung und Störung der Bevölkerung von Behörden unterbunden.

Der globale Jahreswechsel am 31. Dezember hat sich fest verankert und das Gedenken, der Besuch von Seelen findet inzwischen mit dem Anzünden der Kerzen am Weihnachtsbaum statt. Die Seelsorge, Lob und Tadel geschieht mit dem Samichlaus der Kinder und den Geschenken zur Weihnacht. Das ist nicht bloss ein kommerzieller Rummel, sondern auch eine Pflege der Seelen. Es ist tatsächlich so einfach: Wenn das Symbol, anstatt das christliche Kind in der Krippe, als Hinweis [Signatur]auf die allerheiligen Seelen gedacht wird, dann stimmt die frühere Geschichte wieder mit der geweihten Nacht als die Nacht der Nächte.

Allerseelen. Wenn die Vorstellung der todlosen, unsterblichen Seelen in die Überlegungen einbezogen wird, sind für die überlieferten, regional verschiedenen Bräuche, die naheliegenden und einleuchtenden Erklärungen möglich. In den Zusammenhang des keltischen Samonios [Samhain, Samain] gehören auch Martini, Fasnacht, Samichlaus, Weihnacht und Sylvester. Nicht zufällig gehören dazu die ersten Heiligen der neu entstandenen Geistlichkeit, die keine Märtyrer waren und im Christentum als "apostelgleich" gelten, nämlich Martin und Nikolaus.

Halloween ist heute der Start am 1. November in die besinnliche Zeit, die nach der den Seelen geweihten Nacht am 24. Dezember mit dem Neujahrsfest am 31. Dezember ihren orgastischen Abschluss findet [und Neubeginn mit Blick auf Lichtmess (Imbolg, Imbolc) und Walpurgis (Beltane oder Ostern].

Bitte Begriffe möglichst optimal selber erfassen:

Die Begriffe Seelenwanderung, Auferstehung und Wiederverkörperung sind nicht zu verwechseln mit den Ideen von einer persönlichen Seele, Wiedergeburt, Karma, Reinkarnation, Rückführung etc. Das ist ganz was anderes. Aus dem keltischen Druidentum überliefert wird die Vorstellung von der gelebten Todlosigkeit einer unsterblichen Seele und deren Auferstehung in der anderen, gedachten Welt [monistisch aber hier in dieser Welt].

Ebenso besteht ein althergebrachtes Durcheinander der Wörter Gedanke, Psyche, Geist und Seele. Psyche meint das Gehirn der lebendigen Menschen, das sich von etwas bewusst zu sein [nicht gleich der ideologischen Behauptung vom Sein mit der Metapher Bewusstsein]. Gedanke meint z.B. die Tatsache, stumm mit sich selber sprechen zu können, mit geschlossenen Augen und ohne die Lippen zu bewegen. Seele meint den Zugriff der Menschen zu Lebzeiten (Psyche) auf eine reale gegenwärtig gedankliche Dimension inkl. dem gesamten Gedankengut.

 


 

Räbechilbi Richterswil

Brauchtum Räbenliechtli-Umzüge

Weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt ist die Richterswiler Räbechilbi, als einer der grössten, volkstümlichen Bräuche der Region. Seit 1905 organisiert der Verkehrsverein Richterswil den Anlass.

Das schweizerdeutsche Wort Chilbi bedeutet Volksfest (Chilë entspricht dem keltischen cill für Weg, Richtung, später gälisch für Kirche.)

Nach der Legende hat dieser Anlass anfangs November seinen Ursprung in einem Zug der bäuerlichen Frauen vom Berg zum Abend-Kirchenbesuch am Martinstag, was aber lediglich auf einen noch älteren Hintergrund hinweist. Kirchen waren einst nur unten am See. Die erste Formation des Umzuges, die "Kirchgängerinnen vom Berg", erinnert eindrücklich an jene Zeiten. Wenn sich jeweils am 2. Samstagabend im November die Kinder und Erwachsenen mit ihren Räben-Sujets auf der Strasse bewegen, wiederholt sich eine Sitte.

Der Umzug wird alljährlich durch eine Vielzahl von Schulklassen, Kindergärten und Vereinen vorbereitet. Die ca. 40 Sujets ziehen elegant und durch warmes Kerzenlicht erhellt durch die dunklen Strassen von Richterswil. Zwischen 1000 und 1200 Umzugsteilnehmerinnen und Teilnehmer pflegen und bewahren diesen schönen Brauch vor dem Aussterben. Nicht zu vergessen sind die an der Marschroute liegenden Gebäude, deren Fenster mit hunderten von teilweise handgeschnitzten Räben dekoriert sind. Mit ihrem sanften und flackernden Kerzenlicht lassen sie eine verzauberte, feierliche Stimmung aufkommen.

Bild-Quelle: räbechilbi.ch




Wie macht man ein eigenes Räbeliechtli?

RäbeliechtliDie kugelförmige Räbe, als weisse Rübe oder Herbstrübe bekannt, gehörte früher zu den weitverbreiteten Herbst- und Wintergemüsearten. Mit ihrem harten, weissen Fleisch und der violetten Haut eignet sie sich aber auch hervorragend für das Aushöhlen und Schnitzen des Räbeliechtli.

Die frischen Räben werden bis auf eine Wand von etwa 5mm ausgehöhlt, dabei wird der Deckel entfernt. Die Wand darf weder zu dick (weil es sonst nicht durchscheint) noch zu dünn (Durchbruchgefahr) sein. Mit dem Küchenmesser ritzt man die kunstvollen Verzierungen in die Haut der Rübe ein. Dann zieht man die dunkle Haut so ab, dass die Motive durch das darunterliegende weisse Rübenfleisch erkennbar sind. Am oberen Rande werden im Dreieck drei Schnüre eingezogen und verknüpft, so dass man das Räbeliechtli am Stecken hinunterhängen lassen kann. Die Rechaudkerze muss innen auf dem Boden flach liegen, damit sie durch die dünn geschnitzte Wand leuchten kann. Für Kinder ist es einfacher, eine lange Kerze durch den Boden zu stossen.



Was tun mit der herausgeschnitzten Räbemasse?

Verspeisen natürlich. Kochrezepte für leckere Suppen, Gratin etc.



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