Facebook Google Plus + Netlog Xing Twitter LinkedIn
Keltoi, Celtoi - keltische Religion - keltoi.ch - die spezielle Keltenseite
 
Home     Seele-Anam Cara     Brauchtum     Sagen und Märchen     Lexikon REKOLAB

 

Sonnenuntergang
Sonnenuntergang am 1. August Klewenalp

1. August
Lugnasad - Lughnasad - Lugnasadh - Lughnasadh
Sommersonnenwende - Mittsommer

Lampion 1. August
1. August-Lampion
Mit den Tagundnachtgleichen im März und im September [Äquinoktium] kann in Europa nördlich der Alpen eine Sommerzeit von einer Winterzeit unterschieden werden. Eine solche Hauptachse wurde vermutlich schon früh erkannt, wie als Beispiel die natürliche Sonnenuhr von Elm zeigen mag und in keltischer Kultur mit Beltane [Beltaine] und Samonios [Samhain, Samain] angeblich von den Kelten kultiviert wurde.

Hingegen nehmen Lugnasad am 1. August und Imbolg, Imbolc (Lichtmess) am 1. Februar Bezug auf die 40 Tage früher erfolgten Sonnenwenden im Juni und im Dezember [Solstitium]. Das bedeutet eine eigenständige und unabhängige Erweiterung innerhalb der Achse Samonios-Beltane. Die Tage oder Nächte werden kürzer oder länger. Lug stellt demnach eine Signatur dar im magischen Weltbild, das sicher hinweisende Zeichen auf den vergangenen längsten Tag am 21. Juni und eine kommende Winterzeit. Daraus ergibt sich kein angeblicher Kreis der Jahreszeiten, welcher ohnehin nur für die sesshaften Ackerbauern den Kreislauf Saat-Ernte ergeben würde. Die beiden Tagundnachtgleichen und die beiden Sonnenwenden haben eine grundsätzlich je für sich andere, verschiedene Bedeutung ... weiterlesen ... der keltische Jahreskreis.

Die Sage berichtet zum Nationalmythos der Eidgenossenschaft, Conföderatio Helvetica [Schweiz] vom Rütlischwur und einem anfangs August 1291 datierten Bundesbrief. Seit 1891 wird mit einem offiziellen Nationalfeiertag am 1. August gleich alles zusammen gefeiert: Bundesbrief, Rütlischwur und Wilhelm-Tell-Geschichte. Mit Höhenfeuer der Gemeinden und dem individuellen Abbrennen von Feuerwerk [Raketen, Böller, Vulkane etc.] wird die Betroffenheit für weit und nah sicht- und hörbar gemacht.
Holzstoss Augustfeuer Augustfeuerwerk


Zur Tradition gehören die sommerlichen Alpfeste mit Schwingen, Steinstossen und anderem mehr. Im Brauchtum erhalten sind Banngesten wie Fahnenschwingen, Alphornblasen und Jauchzen.

Der friedliche Zweikampf zum Kräftemessen, wie er im Schwingen und Ranggeln zum Ausdruck kommt, ist im Ursprung eine Eigenart in den Bergen und Alpentälern. Vorerst waren es die Bergdorfet und Chilbinen, an denen in urwüchsiger Art nebst dem Schwingen das Alphornblasen, Jodeln, Steinstossen betrieben wurde. In Anwesenheit einer Ländlermusik versammelten sich auf den Anhöhen ganze Talschaften, wobei die Dorfschönen in ihren ortsüblichen Trachten zum anschliessenden Tanz nicht fehlten.

Von diesen Bergdorfet haben sich mehrere bis auf den heutigen Tag hartnäckig erhalten. Die Lüderenchilbi im Emmental, sie findet immer jeden zweiten Sonntag im August auf der Lüderenalp statt, gilt als eines der ältesten Älplerfeste in der Schweiz (über 600 Jahre). Höhepunkt ist das Schwingfest. Im Volksmund heisst es, dass der letzte Heimkehrer schon den Herbst auf dem Rücken trage.

Im Verlauf der Neuzeit vermischte sich die Chilbi zum Teil mit anderen Festen oder Festanlässen (Alpabzug, Erntedank, Weinlese, Schlachtfest, Schützenfest). Der stets rezitierte Bezug des Wortes Chilbi/Kilbi zur Kirchweih scheint nicht zwingend, weil vermutlich das keltische Wort Kill (für Weg, Richtung, im gälischen dann kleine Kirche) zum schweizerdeutschen Chile und Chilbi für Volksfest führte.
Volksfest 1470, Diebold Schilling
Volksfest 1470 in Einsiedeln
Schwingen, Steinstossen, Wettlauf und Weitwurf

 


Streetparade Seit dem legendären Woodstock-Festival im Jahre 1969 entwickeln sich auch an die Gefühlswelt der Musik gebundene Anlässe im August. So hat die Streetparade von Zürich 2006 rund eine Million Menschen mobilisieren können.

Seenachtsfeste mit grossem Feuerwerk bezaubern an machen Orten die Zusehenden.


Knabenschiessen Die angeblich grösste klassische Chilbi der Schweiz findet heute (2008) jeweils im September statt als Knabenschiessen der Stadt Zürich auf dem Albisgüetli am Fusse des Uetliberges.





Facebook Google Plus + Netlog Xing Twitter LinkedIn



 

 Impressum /  sitemap